Frage 1: Sichere, bezahlbare und umwelt- und klimafreundliche Energie

NRW ist das Zentrum der deutschen Energieversorgung und ein bedeutendes Industrieland. Energie sicher, bezahlbar und umwelt- und klimafreundliche bereitzustellen, ist unser wichtigstes Ziel. Zukünftig geht es um die effiziente Vernetzung eines zunehmend von erneuerbaren Energien geprägten Gesamtsystems. Um dieses komplexe Gesamtsystem optimal zu steuern, brauchen wir eine digitale Infrastruktur mit intelligenten Stromnetzen (Smart Grids). Nordrhein-Westfalen soll der Industriestandort mit der modernsten und umweltfreundlichsten Energieversorgung Europas werden.

Was kann heute dafür getan werden, um dieses Ziel zu erreichen?

Kommentare (6)

Martin Vollenbröker

20.09.2018 08:56

In der Energiepolitik geht es häufig auch um die Symbolik. Ein zaghafter Ausstieg aus der Steinkohle, eine Hängepartie in Sachen Braunkohle. Was gerade im und um den Hambacher Forst passiert, verärgert die Menschen im Land, die dem Klimawandel die Stirn bieten wollen. Es gibt genügende Experten, die die Einschätzung von der systemkritischen Braunkohle nicht teilen.

Stefan Glusa

12.09.2018 21:46

Damit beginnen, für die intelligente Steuerung der Energienetze zeitgemäße, sichere (KRITIS), und zuverlässige Alternativen zu der immer noch verwendeten Rundsteuertechnik, die aus der Zeit der Jahrhundertwende stammt, einzuführen. Das dürfte, ebenso wie der Trassenbau und der Verringerung der Kohleverstromung, bestimmt 30 Jahre dauern.

Ümit Kirayit

10.09.2018 08:53

Die heutige Datenerfassung sollte in geordneter Form direkt ausgehend von verbauten Sensoren in dezentralen Datenbanken kommuniziert und für berechtigte (Energie-) Unternehmen zugänglich gemacht werden. Hieraus würde sich ein hohes Potenzial an sektorübergreifenden Kooperationsmöglichkeiten ergeben. Die Behörden könnten weiterhin als Enabler der Wirtschaft eine zentrale Katalysatorrolle übernehmen. Aktuell ist mein Eindruck, dass Unternehmen die an Zukunftsthemen und -technologien mit hoher Präzision arbeiten und innovative Ansätze im Hinblick auf effiziente Energielösungen entwickeln, bedauerlicherweise in den Grundsatzfragestellungen allein gelassen oder blockiert werden. Hier fehlt einerseits eine klare Kommunikation an Bürgerinnen und Bürger, wenn es um die Darstellung der elementaren Vorteile von technologischen Basisinnovationen im Energieumfeld geht, als auch eine mit der Wirtschaft abgestimmte Roadmapflexibilität. Digitalisierung erfordert nunmal sehr viel Agilität und Flexibilität auch dann, wenn es um die Rahmenbedingungen geht. Ich persönlich vergleiche die Digitalisierung immer mit Popcorn machen: Erst brodelt es etwas länger, dann kommt urplötzlich der Knall. Der Zeitgeist zeigt, dass wir bereits mittendrin sind. Demnach empfiehlt es sich hier manchmal auch Risikobereitschaft und Mut zur Lücke für die Entwicklung nachhaltiger Roadmaps.

Zurzeit hat sowohl das Thema Smart Metering als auch die Entwicklungen rund um künstliche Intelligenz im Energieumfeld einen leider nicht ganz fruchtbaren behördlichen Unterbau. Die noch ausstehende Zertifizierung bei Smart Meter Gateways aufgrund von fehlenden Rahmenparametern und die fehlende Zustimmung bei KI Lösungen sind nur einige Beispiele dafür, dass wir - sofern diese technologische Fehltaktung anhält - anderen Ländern bei dieser unfassbar wichtigen Entwicklung hinterherschauen werden. Hier empfiehlt sich die Etablierung von Digital Competence Centern, wo auch unter Anderem fie Energiethemen unserer Zeit behandelt werden sollten.

PS: Ich wette mit Ihnen, dass die NRW Digitalstrategie Aktion bei vielen unserer Mitmenschen nicht bekannt ist.. (#Kommunikation - siehe oben..)

Uwe Schulz

28.08.2018 16:33

smartMeter schneller einführen und die Daten auch benutzen.
Einführung des Stundenstrompreises.
offen Legung der echten Stromkosten durch die EEG .

wo sind die Möglichkeiten durch die nicht genutzen Stromverbräuchen .
Nachtstrom wieviel wird verbrannt ohne es an die Kunden weiter zu geben ?
Da ganze muss eine Verringerung der Stromkosten zur Folge haben.

Jeroen van de Lagemaat

28.08.2018 15:12

Anfangen, aktiv weiterfuhren, investieren. Wie Denmark damals gemacht hat in Windenergie, wodurch die Weltführer geworden sind. Von Wissenschaft bis Praxis und alles da zwischen.

Simon Knur

28.08.2018 11:58

Wir brauchen dafür vor allem weniger Braunkohlestrom. Es zeichnet sich heute schon ab, das viele smarte Technologien mehr Strom verbrauchen als sie sparen. Wichtig sind dabei für alle innovativen Unternehmen stabile Rahmenbedingungen über die nächsten Jahre.