Frage 2: Bürgernahe Internetangebote der Kommunen

Seit 2018 arbeiten fünf digitale Modellkommunen daran, ein servicefreundliches digitales Bürgerbüro mit leistungsstarken IT-Infrastrukturen aufzubauen und stetig weiter zu entwickeln.
Die Lösungen dieser Kommunen sollen übertragbare Standardlösungen auch für andere Städte und Gemeinden sein.

Wie können die Kommunen ihre Internetangebote möglichst bürgernah gestalten? Für wie wichtig halten Sie es, dass in allen Kommunen die gleichen Anwendungen angeboten werden?

Kommentare (7)

D. Walter Hofmann

07.10.2018 18:49

Damit Kommunen auch künftig in der Lage sind, in Selbstverwaltung relevante Serviceangebot für ihre Bürgerinnen und Bürger vorzuhalten, müssen sie kommunale Datenkompetenz und Datenhoheit aufbauen. Das Land muss den Kommunen dabei helfen, z.B. im Rahmen der Ausbildung, der Weiterbildung und des fachlichen Austauschs im Rahmen des Open Government Pakts NRW.

Vom Land NRW geförderte Entwicklungen digitaler Serviceangebote sollten grundsätzlich Open Source-Lösungen zum Ziel haben, so dass der formulierte Anspruch der leichten Übertragbarkeit auch tatsächlich eingelöst werden kann.

Tim Kranich

05.10.2018 22:02

Ein gutes Beispiel ist doch die „elster“ Anwendung. Sie ist für alle, die ihre Steuererklärung machen, gleich und sie ist gut! Rein auf die technische Anwendung bezogen (keine inhaltlichen, steuerlichen Kniffe) macht sie vieles richtig.

Was für Bürgernähe auch noch wichtig ist: sprachliche Vielfalt und Hintergrundinformationen (warum benötige ich welche Angaben; wofür werden sie im weiteren Verlauf benötigt?)

Karl-Matthias Pick

16.09.2018 13:10

Die Frage ist ebenso nicht notwendig.

Natürlich sollten die Angebote, die jede Verwaltung vorhalten muss, überall gleich und einheitlich angeboten werden. Nur dann ist eine wirtschaftliche Umsetzung möglich.

Das Zauberwort ist hier „Standard“, aber kein freiwilliger oder als „Best Practise“ verkaufter Standard der empfohlen wird.
Gesetzte müssen hier für Kommunen weniger „kann“ enthalten!
Verbände sollten überlegen ob es immer sinnvoll ist auf die kommunale Sebstverwaltung zu pochen, weniger ist hier auch schon mal mehr.

Hier bitte Förderalismus nicht mit „jeder macht es einzeln“ verwechseln.

Die Kommunen sollten sich nur um die Dinge kümmern die allein für diese Kommune gelten und um die in der Kommunen hinter dem Angebote liegenden Prozesse.

Stefan Glusa

12.09.2018 22:17

Die Internetangebote barrierefrei und responsiv für mobile Endgeräte zu gestalten, wäre ein erster Schritt.
Da Kommunen jeweils meist identische Aufgaben wahrnehmen, scheint eine Standardisierung der entsprechenden Anwendungen folgerichtig, sehr wichtig und logisch zu sein. Die Praxis zeigt allerdings seit Jahr(zehnt)en, dass eine freiwillige Einigung auf Standards, bzw. die Verständigung auf einheitliche Softwarenutzung oder Prozesse weder in kommunalen IT-Zweckverbänden noch in den Ministerien auf Landes- oder Bundesebene funktioniert.

Jeroen van de Lagemaat

04.09.2018 11:33

In jeder Kommune sind gleiche Funktionen notwendig. Warum das mehrmals Entwickeln? Schauen Sie mal auf www.Enschede.nl, wo
Burger: Termin vereinbaren, Parkschein anfragen, Ausweis Anfragen, Fuhrerschein anfragen, Umzug angeben, Probleme in der Stadt melden, Persönliche Daten (Profil) angeben und ändern, und
Unternehmen: Genehmigungen anfragen, Subventionen anfragen, Bestimmungspläne einsehen, Parkscheine anfragen, Beratung für neue Unternehmen bekommen, Umweltgenehmigungen anfragen, Kataster-daten einsehen, Gewerbefläche anfragen, ….

Dies alles kann direct am Digitalen Loket gemacht werden.

Uwe Schulz

28.08.2018 17:21

Auch hier gibt sollte neben dem unübersichtlichen Webseiten ein Chatbotsystem Einzug halten.
Auch sollten die Beamten die entsprechenden Statistiken sofort und laufend veröffentlichen.
Es ist wichtig zu erfahren wie die Beamten hier die Bedarfe sehen.

Die Statistik muss Auskunft darüber geben wieviele Prozesse uns Aktionen aus der alten Welt in die neuen Welt gebraucht und wie sie angenommen werden.
Beispiel
neuer Ausweis.
100 Pro Monat in der alten Welt.
Aus der Datenanalyse ist ja klar erkennbar wieviele den neuen Prozess genutzt hätten.
50 alte Welt 50 neue Welt

Nach Umstellung bleibt der alte Weg ja erhalten (um die Beamten zu schützen: Ironie aus).

Wenn sich jetzt nach Einführung nicht eine klare Reduzierung der 'Manuellen Prozesse' die auf der Datenstruktur klar vorgezeichnet ist (50 neue Welt) , ist der Prozess klar zu überprüfen.
Diese Kontrolle darf nicht von Beamten der Verwaltungen beeinflusst werden und sollte monatliche veröffentlicht werden.
Da es um klare Prozesse der 4 Stufen geht ,können sich die Prozesse nur auf der 4 Stufe unterscheiden , allso nur um Stadteigene Prozesse.
Alle anderen höherwertigen Prozesse müssen zwangsläufig gleich sein.
Das heißt auch das die Prozesse nur Stufen weise moduliert werden sollten.

1.Stufe Europa
2.Stufe Deutschland
3.Stufe Land(NRW)
4.Stufe Stadt(GE)