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#Themen im Fokus: Erfolgreich Wirtschaften und Arbeiten in der digitalen Welt

Unternehmen und Branchen in die digitale Zukunft führen

Wir wollen der weltweite Leitmarkt für Industrie 4.0 werden. Die Leistungs- und Innovationsfähigkeit der Industrie und des Mittelstands ist das ökonomische Fundament Nordrhein-Westfalens. Das Land verfügt als einer der wenigen Standorte weltweit über eine komplette industrielle Wertschöpfungskette. Kennzeichnend hierfür ist eine einzigartige Bandbreite von spezialisierten kleinen und mittleren Unternehmen sowie Freiberuflern bis hin zu großen Mittelständlern und Industrieunternehmen. Die kraftvolle industrielle Basis setzt zudem starke Impulse für den prosperierenden Dienstleistungssektor und die Start-up-Szene.  

Zugleich sind die Unternehmen und die innovativen Branchen ein wichtiger Treiber der Digitalisierung. Der Transformationsprozess bietet branchenübergreifend und unabhängig von Unternehmensgrößen die Chance zur Weiterentwicklung bestehender und zur Entwicklung völlig neuer Geschäftsmodelle.  Durch die Verbindung der starken industriellen und mittelständischen Basis mit den Ideen junger kreativer Start-ups der Digitalen Wirtschaft kann eine Innovationskraft entstehen, die unseren Standort einzigartig macht. Wir wollen daher, dass alle Unternehmen branchenübergreifend die Aufgabe und die Potenziale der digitalen Transformation für sich erkennen und nutzen.

Das Land kann und will der Wirtschaft und den Unternehmen die Aufgabe der digitalen Transformation nicht abnehmen, sondern Innovationen unterstützen und Rahmenbedingungen verbessern – etwa durch einen unkomplizierteren Staat oder die Digitalisierung der Verwaltung. Bei den digitalen Wandlungsprozessen in den verschiedenen Branchen tragen auch die digitalen Hubs und Netzwerke zum Transfer digitaler Innovationen in die etablierten Unternehmen bei.

Unterstützung bei der Entfaltung ihrer Innovationskraft brauchen vor allem viele der über 700.000 kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) sowie die Freien Berufe in Nordrhein-Westfalen. Die digitale Transformation des Mittelstands ist für das Land Nordrhein-Westfalen essenziell: 99,5 Prozent aller Unternehmen zählen zum Mittelstand, der über 34 Prozent des Jahresumsatzes aller Unternehmen in Nordrhein-Westfalen erwirtschaftet. Gleichzeitig stellt der Mittelstand 54 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten und über 82 Prozent aller Auszubildenden sind in Betrieben mit weniger als 500 Beschäftigten tätig. Durch die Digitalisierung ändern sich auch für die zahlreichen Freiberufler und Berufsstände die Berufsbilder und Rahmenbedingungen, deren künftige Gestaltung wir unterstützen werden. 

Im Rahmen der nordrhein-westfälischen Digitalisierungsinitiative für den Mittelstand bieten wir als dreistufiges Modell Sensibilisierung, Beratung und Umsetzungshilfe an. Dabei werden Beratungen mit dem Digitalisierungsgutschein des Programms „Mittelstand.innovativ“ finanziell gefördert, etwa beim Datenmanagement oder der Verbesserung der IT-Sicherheit. Mit dem Programm „Digitalexperten.NRW" soll die Einstellung von Hochschulabsolventinnen und -absolventen unterstützt werden, die digitales Wissen in das jeweilige Unternehmen transferieren.

In den neun Wirtschaftsregionen des Landes sind die NRW.Innovationspartner kompetente Ansprechpartner für die mittelständischen Unternehmen in Fragen der Digitalisierung. Sie geben branchenunabhängig den kleinen und mittleren Unternehmen sowie Freiberuflern eine zielgenaue Orientierung über passende Beratungs- und finanzielle Unterstützungsmöglichkeiten und helfen direkt vor Ort bei der digitalen Transformation.

► Wir werden im Rahmen der KMU-Digitalisierungsinitiative die digitale Transformation des Mittelstandes in NRW unterstützen, indem wir die Beratung und Entwicklung von KMU unter anderem mithilfe der Digitalisierungsgutscheine und Digitalisierungsassistenten erheblich ausbauen und die jährliche Mittelausstattung hierzu im Programm „Mittelstand.Innovativ“ verdoppeln.

► Wir möchten mittelständische Unternehmen zu Investitionsvorhaben im Bereich Digitalisierung ermuntern. Hierzu streben wir für den neuen zinsgünstigen NRW.BANK.Digitalisierungskredit ein Volumen von einer halben Milliarde Euro bis 2022 an.

Für das Handwerk hat Digitalisierung eine besondere Bedeutung: zum einen zur Stärkung seiner Wettbewerbsfähigkeit; zum anderen deshalb, weil das Handwerk in vielen Bereichen eine Brückenfunktion zwischen Forschung und Industrie einerseits sowie Unternehmen und Haushalten andererseits hat. Das Handwerk installiert etwa die Smart-home-Technologien und die digitalen Energiespartechnologien in den Unternehmen und Haushalten. Die Landesregierung unterstützt das Handwerk mit der Digitalisierungsoffensive Handwerk NRW. In diesem Rahmen soll das Projekt „Handwerk-Digital.NRW“ Werkstatt und Netzwerk für die Digitalisierung des Handwerks werden. Der neue „Innovationspreis Handwerk NRW“ soll zudem herausragende Digitalisierungserfolge in Handwerksunternehmen würdigen.

Für alle Branchen fördert die Landesregierung mit ihrer Initiative „Innovation und Märkte“ die Vernetzung der Unternehmen, den Austausch zu den drängenden Zukunftsfragen, die Verbreitung von Best-Practice-Beispielen und den Brückenschlag zu Hochschule und Forschung. Zahlreiche Wettbewerbe belohnen innovative Geschäftsmodelle und geben zugleich wichtige Impulse in die jeweilige Branche.

Am 1. Dezember 2018 ist unser Kompetenznetzwerk KI.NRW gestartet. Unter Leitung des Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS in Sankt Augustin wird unter anderem ein KI Readiness Check entwickelt, der mittelständischen Unternehmen kurzfristig und gezielt helfen soll, eine Strategie für Künstliche Intelligenz zu entwickeln. Neben dem Forschungstransfer stehen in einer ersten Phase die Themen berufliche Qualifizierung und ethischer und gesellschaftlicher Diskurs im Mittelpunkt (siehe auch Kapitel 5.2, Forschung und Innovation)

► Bis 2022 werden wir das Kompetenznetzwerk KI.NRW zu einem der führenden Kompetenznetzwerke in Europa ausbauen. Mit einem KI-Readiness-Check und einer Zertifizierung für nachvollziehbare, sichere und integrative KI werden wir die Verbreitung und Akzeptanz von KI im Mittelstand stärken.

Gerade bei dem für Nordrhein-Westfalen so zentralen Thema Industrie 4.0 sind bereits große Kompetenzen im Land vorhanden, vor allem im Bereich Technologietransfer. Mit dem Spitzencluster „it’s OWL" ist eine Forschungs- und Transfereinrichtung von mittlerweile europäischem Rang in Nordrhein-Westfahlen angesiedelt. Die Palette der Projekte reicht von spezifischen Lösungen im Bereich der vernetzten Produktion und des maschinellen Lernens über die Entwicklung komplexer Geschäftsmodelle bis hin zum weiten Themenfeld „Arbeit der Zukunft", das hier in Zusammenarbeit mit den Sozialpartnern vorangetrieben wird. Das Land unterstützt diesen erfolgreichen Cluster mit 53 Millionen Euro in den kommenden Jahren bis 2022. Derartige Best Practice Beispiele sollen Ansporn für weitere Regionen und Themen sein, damit unser Land mit Hilfe der Digitalisierung seine Position als weltweit führender Leitmarkt für Industrie 4.0-Lösungen ausbaut.  

Wenn wir über Digitalisierung und Industrie 4.0 sprechen, sind auch die chemische Industrie, die Stahlindustrie und der Maschinenbau als Innovationstreiber und Technologiegeber zu nennen. Sie gelten als energie- und ressourcenintensive Branchen, etablieren aber dank eines hohen Automatisierungsgrads zunehmend ressourcenschonende Produktionsprozesse. Die Chemieindustrie nutzt digitale Technologien, um Abläufe zu flexibilisieren, zu optimieren und zu vernetzen. Auch für die Stahlindustrie und den Maschinenbau sind Digitalisierung und Industrie 4.0 zentrale Themenfelder. Der Steinkohlenbergbau ist in Nordrhein-Westfalen zwar beendet. Jedoch sind im Bereich der Alt- und Ewigkeitslasten dieses Bergbauzweiges, wie etwa dem Grubenwassermanagement, enorme Herausforderungen zu bewältigen. Die Digitalisierung fördert hier die effiziente Prozesssteuerung und -überwachung, beispielsweise mit der neuen Leitwarte Pluto, und das Monitoring nachbergbaulicher Auswirkungen. Dabei können sie sich alle genannten Bereiche auf ein hervorragendes Netzwerk von Forschungsinstituten und Hochschulen stützen. Ziel der Landesregierung ist es, diese Kooperationen weiter auszubauen und zu intensivieren.

Auch die Logistik kann von der Digitalisierung stark profitieren. Als Logistikstandort Nummer 1 in Deutschland ist Nordrhein-Westfalen zugleich führend bei der Forschung und Entwicklung in der Logistik 4.0. Hier ist vor allem das weltgrößte Logistik-Forschungsinstitut zu nennen, das Fraunhofer Institut für Materialfluss und Logistik in Dortmund. Dort ist nicht nur der nationale DigitalHubLogistics mit engen Verflechtungen bestehender und neuer Unternehmen angesiedelt. Dort werden auch grundlegend neue Konzepte entwickelt und zur Umsetzungsreife geführt, die die Logistik revolutionieren können – wie etwa Blockchain und Künstliche Intelligenz.

Die Versicherungsbranche ist ein Beispiel dafür, dass bestimmte Aspekte der Digitalisierung auch gemeinsam als Branche angegangen werden können. Im Rahmen der Digital Hub Initiative des Bundes ist es gelungen, Köln als Standort für einen nationalen Hub mit dem Schwerpunkt Versicherungswirtschaft zu etablieren. Hier bietet das InsurLab Germany etablierten Versicherern sowie digitalen Start-ups der Branche, sogenannten InsurTechs, eine gemeinsame Plattform für Entwicklungszusammenarbeit, neue Geschäftsmodelle und Veranstaltungen zur Digitalisierung mit europäischer Sichtbarkeit.

Ein Kernanliegen der Landesregierung ist es, das Profil Nordrhein-Westfalens als Medien-Digital-Land zu stärken. Wir wollen nicht nur den digitalen Wandel bei Fernsehen, Radio und Presse begleiten, sondern es geht auch um die Filmwirtschaft, TV-Produktionen, Games, E-Sports oder Webvideo. Die Landesregierung setzt sich dafür ein, faire Geschäftsmodelle für alle Beteiligten zu schaffen. Dazu gehört der angemessene Schutz von Urheberrechten, damit auch weiterhin vielfältiger und qualitativ hochwertiger Content in Nordrhein-Westfalen entstehen kann. Mit dem neuen Beirat Medien-Digital-Land NRW führt die Landesregierung einen strukturierten Dialog über die Chancen der Digitalisierung für die Medienbranche in unserem Land.

Beim Games-Gipfel 2018 wurde deutlich, dass in Gamification –  der Anwendung von spieltypischen Elementen in anderen Kontexten –  große Potenziale auch für die branchenübergreifende Zusammenarbeit liegen. Davon können andere Industriebranchen ebenso profitieren wie der Bildungs- und Gesundheitssektor. Die Games-Branche ist Vorreiter darin, innovative Wege in der Kommunikation zwischen Mensch und Maschine und im spielerischen Erlernen neuer Lösungsstrategien zu entwickeln. Das Land unterstützt deshalb die Idee für ein Center mit Schwerpunkt „Unterhaltungssoftware/Games“. Ausgebaut wird das Engagement der Film- und Medienstiftung NRW und des Mediennetzwerks NRW. Zudem hat Nordrhein-Westfalen die Digitalisierung des deutschen Filmerbes bei den Verhandlungen im Länderkreis erfolgreich vorangetrieben; die hierfür erforderlichen Mittel stehen bereit.

Building Information Modeling (BIM) ist in der Baubranche das zentrale Element der Digitalisierung, das Bauplanung optimiert und das Bauen einfacher und schneller macht. Mit BIM werden alle wichtigen Bauwerksdaten digitalisiert und in einem virtuellen Bauwerksdatenmodell zusammengeführt. Simulationen von Bauabläufen helfen dabei, Kosten und Termine realistischer zu bewerten und Fehlplanungen noch vor der Umsetzung zu beseitigen. Die dabei erzeugten Gebäudedaten sind für den gesamten Lebenszyklus des Bauwerks von hohem Nutzen, auch für die Bewirtschaftung, Instandhaltung und Modernisierung bis hin zu Rückbau oder Abriss. Die Landesregierung nimmt bei der BIM-Einführung eine bundesweite Vorreiterrolle ein.

► Ab 2020 soll BIM für die Vergaben des Bau- und Liegenschaftsbetriebs NRW verpflichtend festgeschrieben und zunehmend auch bei Planungsaufträgen des Landesbetriebs Straßenbau NRW angewandt werden.

Dabei ist sicher zu stellen, dass kleine und mittelständische Unternehmen, die noch keine Erfahrung mit dem BIM-System haben, von dem Verfahren nicht ausgeschlossen werden.

Informations- und Wissenstransfer sowie die Vernetzung aller wesentlichen Akteure stellen weitere zentrale Ziele dar, um den Digitalisierungsprozess der Branche zu fördern und den Bausektor in Nordrhein-Westfalen zukunftsfähig aufzustellen. Diese informierende und koordinierende Funktion übernimmt das BIM-Competence-Center. Im Rahmen der Zusammenarbeit mit der Bergischen Universität Wuppertal unterstützt und fördert es zudem das EFRE-Forschungsvorhaben „Living Lab Gebäudeperformance“.

Auch in der Landwirtschaft ist die Digitalisierung längst angekommen. Datenanalysen optimieren die Fütterung der Tiere, Bodenanalysen regeln die Düngung der Felder, Drohnen unterstützen die Schädlingsbekämpfung, Roboter übernehmen das Melken. Diese Technologien erlauben einen präzisen und sparsamen Einsatz von Ressourcen, der auch die Umwelt schont. Landwirtschaftliche Betriebe in Nordrhein-Westfalen haben für diese Prozesse kostenlosen Zugang zu Georeferenzdaten. Sie brauchen außerdem verlässliches und schnelles Internet sowie einen passgenauen Zugang zu den Innovations- und Förderprogrammen der Landesregierung.

In der nordrhein-westfälischen Umweltwirtschaft ist die Digitalisierung der mit Abstand bedeutendste Innovationstreiber. Ob in Präzisionslandwirtschaft, smarten Gebäuden, digitaler Kreislaufwirtschaft und Entsorgungslogistik, städtischem Mobilitätsmanagement, Wasser 4.0 und vernetzten Messsonden oder virtuellem Wald – in allen Teilmärkten der Umweltwirtschaft sind digitale Innovationen prägend. Im Rahmen der Umweltwirtschaftsstrategie sollen die aus der Digitalisierung resultierenden Chancen genutzt werden, um den Vorsprung Nordrhein-Westfalens weiter auszubauen und Unternehmen dabei zu unterstützen, sich mit neuen Produkten, Dienstleistungen und Geschäftsmodellen auf die Herausforderungen von Klimawandel, Umwelt- und Ressourcenschutz einzustellen. Die Digitalisierung wird als Schwerpunktthema im Umweltwirtschaftsbericht einen Beitrag zur systematischen Erschließung dieser Potenziale leisten.

In besonderer Beziehung steht die Digitalisierung zur Kreislaufwirtschaft. Zum einen helfen digitale Lösungen dabei, den Ressourceneinsatz zu optimieren, die Materialströme entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu erfassen, Materialien nachzuverfolgen, wiederzugewinnen und so die Stoffkreisläufe zu schließen. Dadurch liefert die Digitalisierung einen wertvollen Beitrag zum Ressourcenschutz und hilft den Unternehmen Kosten zu sparen. Zum anderen ist die Digitalisierung selbst auf eine Kreislaufführung angewiesen: die materielle Seite der Digitalisierung benötigt kritische Rohstoffe wie seltene Erden und Metalle, die eine schnell zunehmenden Nachfrage erfahren. Die Wiedergewinnung dieser Rohstoffe verringert die Gefahren durch die abnehmende Rohstoffverfügbarkeit und zunehmende Preisvolatilitäten und sichert die Wettbewerbsfähigkeit der NRW-Unternehmen auf den Märkten der Zukunft. Beide Aspekte – die Digitalisierung der Kreislaufwirtschaft und die Kreislaufführung der Digitalisierung bieten viel Raum für Innovationen und neue Geschäftsmodelle für die NRW-Umweltwirtschaft bei gleichzeitiger Entkoppelung des Wirtschaftswachstums von endlichen Rohstoffen.

► Für die kommende EFRE-Förderperiode 2021-2027 werden wir innovative Lösungen fördern, die die Hardware der Digitalisierung so lange wie möglich im Nutzungskreislauf halten und wertvolle Rohstoffe einem möglichst effektiven Recycling zuführen.

Auch die Energiewirtschaft ist zunehmend von der Digitalisierung erfasst. Mit einer digitalen Infrastruktur wird es möglich, viele tausende dezentrale Erneuerbare-Energien-Anlagen in Echtzeit zu steuern und zu optimieren. Klar ist: Die Digitalisierung kann eine Schlüsselfunktion übernehmen, um das Energiesystem zu dezentralisieren, zu flexibilisieren und Energie effizienter zu nutzen. Zudem eröffnet sie Unternehmen neue digitale Geschäftsmodelle entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

Für die Wasserwirtschaft, die ein wesentlicher Infrastrukturfaktor für den Erfolg unseres Landes ist, werden wir gemeinsam mit Unternehmen in kommunaler Hand, mit Verbänden, Wissenschaft und Umweltwirtschaft ein Kompetenzzentrum Digitale Wasserwirtschaft einrichten, damit keine Kommune und keines der kleinen und größeren Unternehmen der Wasserwirtschaft in Nordrhein-Westfalen von der Digitalisierung überrollt wird, die IT-Sicherheit kritischer Infrastrukturen bestmöglich gewährleistet bleibt und jedes dieser Unternehmen die Digitalisierung kompetent zum Wohle der Menschen und der Wirtschaft in Nordrhein-Westfalen gestalten kann. Prozesse der Wasserwirtschaftsverwaltung wie Genehmigungsverfahren oder die Anlagenüberwachung haben ein Potenzial, mit dem Instrument der Digitalisierung neu gestaltet zu werden. Auch hierzu werden wir mit dem Kompetenzzentrum Digitale Wasserwirtschaft eine Plattform einrichten, die innovative Ideen und Lösungsmöglichkeiten anregt.

Für sichere und gesunde Arbeitsbedingungen und die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben bringt die Digitalisierung neue, stärker selbstbestimmte Gestaltungsmöglichkeiten. Zugleich können sich psychische Belastungen verstärken, für die Unternehmen und Arbeitnehmer rechtzeitig sensibilisiert werden müssen. Gerade für KMU, die sich bisher mit der Umsetzung einer effektiven betrieblichen Arbeitsschutzorganisation schwergetan haben, bieten sich deutlich mehr Möglichkeiten, ihrer Verantwortung für die Gesundheit ihrer Mitarbeiter und die Arbeitssicherheit im Betrieb gerecht zu werden.

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