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#Themen im Fokus: Bildung und Kultur als Schlüssel zur digitalen Zukunft

Schule in der digitalen Welt

Mit Konferenzen in allen Regierungsbezirken haben wir den Startschuss für eine Digitalisierungsoffensive an den Schulen gegeben. Die Ergebnisse werden in eine Digitalstrategie für die Schulen einfließen, die wir zeitnah vorlegen werden. Dabei geht es im Kern um die Vermittlung von Medienkompetenzen, die Qualifizierung von Lehrkräften und den Zugang zu digitalen Medien und Inhalten.

Medienkompetenzen vermitteln: Wir wollen das schöpferische und kreative Potenzial der Schülerinnen und Schüler wecken, sie motivieren und in die Lage versetzen, ihre digitale Umwelt eigenverantwortlich und selbstbestimmt zu gestalten. Dazu wollen wir die Bedeutung des Faches Informatik stärken Die Rahmenbedingungen für beste Bildung in der digitalen Welt müssen für alle allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen gelten.

► Wir wollen den Erwerb von Anwendungskompetenzen, kritischen Medienkompetenzen und einer informatischen Grundbildung auf der Grundlage des Medienkompetenzrahmens NRW bis 2022 curricular verankern.

Lehrerinnen und Lehrer qualifizieren: Die Medienberaterinnen und -berater des Landes helfen gemeinsam mit der Medienberatung NRW bei der Schulentwicklung im Bereich „Digitale Bildung“ und unterstützen Schulträger bei der kommunalen Medienentwicklungsplanung. Zusätzlich benötigen wir qualifizierte Lehrkräfte als Medienkoordinatorinnen und -koordinatoren, die in ihrer Schule Prozesse steuern und Medienkonzepte entwickeln. Durch ihre Ausbildung stellen wir eine systematische Unterstützungsstruktur im Bereich der digitalen Bildung sicher.

Auch im Hinblick auf die Qualifizierung zukünftiger Lehrkräfte sollen die von den Hochschulen bereits entwickelten Ansätze und Konzepte im Bereich der Digitalisierung der Lehrerbildung berücksichtigt und weiterentwickelt werden. Die Zentren für schulpraktische Lehrerausbildung werden bis zum Ende des Jahres 2019 mit verlässlichen Breitbandanschlüssen ausgestattet. Eine WLAN-Struktur ist in allen ZfsL geschaffen worden, die Ausstattung mit digitalen Präsentationsgeräten wird in der ersten Hälfte 2019 abgeschlossen sein. Ein verbindlicher Orientierungsrahmen für die Lehreraus- und -fortbildung zum „Lernen in der digitalisierten Welt“ soll zeitnah Einzug in die Weiterentwicklung und Neuentwicklung von zeitgemäßen Fortbildungsformaten halten.

► Wir wollen allen Lehrkräften ein Angebot machen, Kompetenzen für das Lehren und Lernen in einer digitalisierten Welt zu erwerben.

Ausstattung und Infrastruktur der Schulen müssen vergleichbare Lern- und Arbeitsbedingungen für alle Schülerinnen und Schüler gewährleisten. Es darf keine digitale Spaltung der Gesellschaft geben. Dafür müssen alle Schulen mit einem Glasfaseranschluss ausgerüstet werden.

► Bis 2022 wollen wir in Kooperation mit den Kommunen alle Schulen an ein leistungsfähiges Gigabit-Netz anschließen.

Die Kommunen benötigen für das gewaltige Investitionsvolumen zusätzliche Unterstützung. Bei dieser gesamtgesellschaftlichen Herausforderung leistet auch der Bund mit dem DigitalPakt Schule seinen Beitrag. Zur Umsetzung und Nutzung der Mittel aus dem Digitalpakt ist eine landesspezifische Gesamtkonzeption notwendig, welche wir unter Beachtung der Bund-Länder-Vereinbarung derzeit erarbeiten. Für eine bessere Ausstattung der Schulen soll neben dem DigitalPakt und einer Erhöhung und Dynamisierung der Schul- und Bildungspauschale das Förderprogramm „Gute Schule 2020“ genutzt und, wenn nötig, weiterentwickelt werden.

Wir wollen ferner gemeinsam mit Eltern und Kommunen die Lernmittelfreiheit für die digitale Welt weiterentwickeln.

Die Schule ist Arbeitsplatz für Lehrende und Lernende und muss beiden Gruppen moderne Arbeitsbedingungen bieten. Dazu gehören auch eine digitale Arbeitsplattform und digitale Lehr- und Lernmittel wie das mBook GL NRW und das BioBook NRW.

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