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#Themen im Fokus: Bildung und Kultur als Schlüssel zur digitalen Zukunft

Hochschulen machen die Digital-Profis von morgen

In der Digitalen Hochschule NRW (DH-NRW) arbeiten 42 Universitäten, Fach-, Kunst- und Musikhochschulen aus Nordrhein-Westfalen mit der Landesregierung gemeinsam daran, die Digitalisierung der NRW-Hochschulen zu koordinieren und zu fördern, Innovationspotenziale zu nutzen sowie Lehre, Studium, Forschung, Kunst, Infrastruktur und Management weiterzuentwickeln. Diese Zusammenarbeit aller Hochschulen eines Landes ist bundesweit einmalig.

In einer landesweiten Digitalisierungsoffensive stellt das Land den Hochschulen ab 2019 jährlich 50 Millionen Euro (ab 2022 jährlich 35 Millionen Euro) zusätzliche Mittel zur Verfügung. Gemeinsam mit der "Digitalen Hochschule NRW" schaffen wir damit die Voraussetzung für ein hochschulübergreifendes digitales Kompetenz- und Serviceportfolio in den Bereichen "Studium und Lehre", "Infrastruktur" und „Administration“. Die Hochschulen werden insbesondere darin unterstützt, ihre Lehr- und Lernangebote an das digitale Zeitalter auszurichten, sowie bedarfsgerechte Studienstrukturen, Curricula und Unterstützungsangebote zu entwickeln.

Die Möglichkeiten für das digitale Lehren und Lernen werden durch die landesweite Digitalisierungsoffensive sukzessive erweitert. Ein neues landesweites Onlineportal für E-Learning wird digitale Lehr- und Lernformate stärker in der Präsenzlehre verankern.

► Das Portal wird bis Ende 2020 digitale Angebote wie den „Studiport“ integrieren und auf den gesamten Student-Life-Cycle ausweiten.

Hierbei wird das Land einen besonderen Fokus auf die Förderung offener Bildungsmaterialien, sogenannte "Open Educational Resources" (OER) setzen.

Die Studierenden sollen stärker zur Nutzung digitalisierter Lernformen durch die Hochschulen befähigt und ermutigt werden. Zur Unterstützung der digitalen Kompetenzen der Studierenden wird es ein landesweites Online-Kursangebot geben, das sich am schulischen Medienkompetenzrahmen orientiert. Zusätzlich wird mit dem Förderprogramm „Data Literacy Education.NRW“ der Erwerb von data literacy für Studierende aller Fächer an den Hochschulen etabliert. Für die Lehrenden werden hochschuldidaktische Angebote zur Digitalisierung eingerichtet.

Für die Fortentwicklung der digitalen Lehre vor Ort schreiben wir für 2019 bis 2021 weitere 120 Fellowships für digitale Lehre in der Hochschule aus. Die Fellows erhalten durch diese Förderung Freiräume und Ressourcen, neue Lehrmethoden, -inhalte und -medien in die Lehre zu integrieren und digital gestützte Lehr- und Prüfungsformate zu erproben. Unter Einbezug der Fellows werden fachspezifische Netzwerke etabliert, um die Erfahrungen mit den Fachkolleginnen und -kollegen zu teilen.

An den Kunst- und Musikhochschulen ermöglicht die Digitalisierung auch neue Formen der Kunst und des künstlerischen Handelns. Wir werden diese neuen Möglichkeiten gezielt unterstützen, um unseren Hochschulen ihre Vorreiterrolle im Bereich der künstlerischen Ausbildung bundesweit und international zu sichern.

Mit der zunehmenden Digitalisierung in Studium und Lehre entstehen sowohl neue Eintrittswege zur Hochschulbildung als auch neue Formen des lebens- und berufsbegleitenden Lernens. Dazu gehört unter anderem, die Hochschulen und Universitäten mit digitalen Lernformaten für die Weiterbildung zu öffnen.

Wir reagieren darauf, in dem wir die FernUniversität Hagen zu einer weltweit führenden und forschungsorientierten Open University Hagen ausbauen. Mit Unterstützung des Landes hat die FernUniversität 2017 den Forschungsschwerpunkt „Digitalisierung, Diversität, Lebensbegleitendes Lernen. Konsequenzen für die Hochschulbildung“ aufgesetzt. Hier werden Anforderungen an Bildung, Lernen und Lehren, die durch Digitalisierung und die sie begleitenden Trends entstehen, sowohl an Hochschulen als auch im betrieblichen Umfeld untersucht.

Die Forscherinnen und Forscher an den Hochschulen in Nordrhein-Westfalen entwickeln Modelle für digital unterstütztes Lernen. Sie forschen etwa daran, wie mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz Lernsoftware individuelle Lernvoraussetzungen berücksichtigen, unterschiedliche Lernwege ermöglichen und zugleich die Autonomie der Lernenden stärken kann. Die Zukunft des forschungsbasierten Lernens liegt in softwarebasierten, interaktiven Lehr-Lern-Szenarien, die in einer adaptiven Lernumgebung eingebettet sind. Das ermöglicht, Lernwege zu personalisieren und den Lernerfolg zu erhöhen.

Das Land befürwortet den offenen Zugang zu den Ergebnissen wissenschaftlicher Forschung und die Grundprinzipien der Open Science. Die Realisierung von Mehrwerten aus Open Access bzw. Open Science wird entscheidend davon abhängen, das neue Qualitätssicherungspfade gefunden, gute Nutzungsszenarien erarbeitet und qualitativ hochwertige Service-Angebote für die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler etabliert werden.

► Ziel ist, bis 2021 eine Landesstrategie zur Förderung von Open Access und Open Science unter Einbeziehung der Digitalen Hochschule NRW vorzulegen.

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