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#Themen im Fokus: Intelligente Mobilität für mehr Freiheit und Teilhabe

Automatisiertes und autonomes Fahren ermöglichen

Automatisiertes und autonomes Fahren könnte als Baustein helfen, die Mobilität zu verändern. In Zukunft werden Fahrzeuge (teil-)automatisiert oder autonom, also fahrerlos fahren, gegebenenfalls erfolgt eine Unterstützung durch Informationen von außen und anderen Fahrzeugen (Vehicle-to-X Kommunikation oder V2X). Sie werden in den Ballungsräumen, in Mittelzentren und im ländlichen Raum zum Einsatz kommen; zu Land (Straße, Schiene), auf dem Wasser (Binnenschifffahrt) und in der Luft (Drohnen). Automatisiertes und perspektivisch autonomes Fahren ist einsetzbar im Individualverkehr (IV), im öffentlichen Verkehr (ÖV), in neuen Mobilitätsformen (z.B. Ridesharing) oder im Güterverkehr und der Logistik (z. B. Last Mile Logistik).

Das Land berät und unterstützt bei der Einrichtung weiterer Teststrecken und vor allem bei der Durchführung von Testanwendungen mit einem Schwerpunkt in den digitalen Modellregionen rund um die Leitkommunen Aachen, Gelsenkirchen, Wuppertal, Soest und Paderborn. Die Tests im realen Straßenverkehr ermöglichen, vernetztes, automatisiertes und autonomes Fahren zu erforschen und zu erproben. Auf Initiative des Landes Nordrhein-Westfalen wird die Einrichtung eines Innovationszentrums für automatisierte und vernetzte Mobilität gefördert.

Nordrhein-Westfalen verfügt bereits über umfangreiche Erfahrungen:

  • Aldenhoven Testing Center — Das interdisziplinäre Testzentrum für Mobilität testet in einer sicheren Umgebung realitätsnah vernetzte, automatisierte und autonome Systeme. Weisen Systeme hier ihren Reifegrad nach, können sie im öffentlichen Straßenverkehr erprobt werden.
  • CERMcity — Die Erweiterung um das Vorhaben CERMcity (Center for European Research on Mobility Urban Validation Environment) bietet mit der modularen Testumgebung die Möglichkeit, Fahrzeug-Fahrzeug- und Fahrzeug-Infrastruktur-Kommunikation sowie die Interaktion mit anderen Verkehrsteilnehmern (Rad- und Fußverkehr) zu testen und interdisziplinär zu erforschen.
  • Testfeld Kooperative Mobilität Düsseldorf (KoMoD) — Im Testfeld Düsseldorf werden über sämtliche Straßenkategorien hinweg die verfügbaren Technologien für das vernetzte und automatisierte Fahren in realen Verkehrssituationen praxisnah evaluiert.
  • Autonome Shuttle im ÖPNV – Anwendungsfälle in NRW werden aktiv begleitet; auf Initiative der Landesregierung wurde eine bundesweite Arbeitsgruppe bei der Arbeitsgemeinschaft der Technischen Prüfstellen eingerichtet. Sie soll rechtliche und technische Voraussetzungen für Genehmigung und Zulassung automatisiert fahrender Fahrzeuge aufarbeiten.

 

Es ist absehbar, dass beim Einsatz von automatisierten Fahrzeugen Haftungsfragen zu Tage treten werden, bei denen die Interessen der Hersteller und Verbraucher angemessen berücksichtigt werden müssen.

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