Navigation

#Themen im Fokus: Gesund und selbstbestimmt leben mit Hilfe digitaler Technologien

Röntgenbilder und Patientendaten per Mausklick von einem Arzt zum anderen

Digitalisierung heißt im Gesundheitswesen zuallererst Vernetzung. Der Aufbau der Telematikinfrastruktur für ganz Deutschland ist eines der größten IT-Projekte in Europa mit einer sehr hohen Komplexität. Bis 2020 soll die Telematikinfrastruktur in Nordrhein-Westfalen stehen.  Die Telematikinfrastruktur in Nordrhein-Westfalen soll als „Datenautobahn“ eine sichere elektronische Kommunikation zwischen allen stationären und ambulanten Einrichtungen ermöglichen.

► Bis 2020 vernetzen wir mit der Telematikinfrastruktur in NRW bis zu 40.000 Arzt- und Zahnarztpraxen, über 350 Krankenhäuser und bis zu 4.400 Apotheken sowie Pflegeheime und weitere Einrichtungen des Gesundheitswesens.

Daneben gibt es in den Pflegeheimen und unter den Angehörigen der nicht-approbierten Gesundheitsberufe einen hohen Bedarf an neuen Informations- und Kommunikationstechnologien. Auch sie sollen am digitalen Austausch teilnehmen können. Nordrhein-Westfalen wird die Telematikinfrastruktur intensiv nutzen.

Neben Diagnose und Therapie können digitale Technologien auch organisatorische Abläufe im Pflege- und Gesundheitswesen unterstützen. Patienten profitieren davon, wenn die Krankheitsgeschichte für die behandelnden Ärztinnen und Ärzte direkt einsehbar ist. Oder wenn manche Arztbesuche überflüssig werden, weil die Sprechstunde online von zuhause geschehen kann.

Auch für den Übergang zwischen den verschiedenen Versorgungsbereichen, insbesondere von der medizinischen zur pflegerischen ambulanten oder stationären Versorgung, bieten digitale Prozesse eine wesentliche Vereinfachung und erhöhte Sicherheit. Technikeinsatz kann insbesondere älteren oder pflegebedürftigen Menschen das Leben erleichtern. Die Landesregierung setzt sich daher dafür ein, digitale Angebote nutzerfreundlich und bekannt zu machen, die es älteren oder pflegebedürftigen Menschen erlauben, möglichst lange am Ort ihrer Wahl wohnen zu bleiben.

Über den Landesförderplan „Alter und Pflege“ werden Maßnahmen zur Unterstützung älterer Menschen im Umgang mit Technik gefördert. Gefördert werden auch Entwicklung und Verbreitung technischer Assistenzsysteme, die das Leben für alte oder pflegebedürftige Menschen zu Hause einfacher und sicherer machen. Arbeitsabläufe in der Pflege und der sozialen Betreuung sollen vereinfacht werden. Die Ergänzung technischer Assistenzsysteme mit den Möglichkeiten der Telemedizin soll darüber hinaus die Versorgung schwerstpflegebedürftiger Menschen in ihrem häuslichen Umfeld erleichtern. Solche Szenarien können z.B. bei beatmungspflichtigen Patienten Lebensqualität und Krankheitsverlauf verbessern.

Dokumentation von Leistungen und Krankheitsverläufen sind in einem modernen Gesundheitswesen nicht nur unumgänglich, sondern tragen auch zur gezielten Steuerung von Pflege und Therapie bei. Informationen können aber durch Digitalisierung wesentlich einfacher erfasst und aktueller zur Verfügung gestellt werden. Die Landesregierung trägt daher dazu bei, Verwaltungsprozesse in der Pflege auf elektronische Verfahren umzustellen.  Damit soll mehr Zeit für die eigentliche Pflege geschaffen werden.

Nordrhein-Westfalen ist als Sitzland des elektronischen Gesundheitsberuferegisters (eGBR) bestimmt worden, das länderübergreifend die elektronischen Heilberufs- und Berufsausweise für bis zu eine Million Angehörige der nicht-approbierten Gesundheitsberufe von Gesundheitsfachberufen ausgeben wird. Dieses ist eines der wichtigsten Strukturelemente der Telematikinfrastruktur.

Kommentare