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#Themen im Fokus: Gesund und selbstbestimmt leben mit Hilfe digitaler Technologien

Gesund und selbstbestimmt leben mit Hilfe digitaler Technologien

Gesundheit ist für die meisten Menschen das höchste Gut. Im Krankheits- oder Pflegefall möchten wir uns und unsere Angehörigen bestmöglich versorgt wissen.

Die ohnehin hohe Qualität der medizinischen Versorgung, die in Deutschland und Nordrhein-Westfalen zu den weltweit besten zählt, ist in den vergangenen Jahren durch die fortschreitende Digitalisierung noch weiter verbessert worden. Nordrhein-Westfalen ist dabei bundesweit führend beim Aufbau der Telematikinfrastruktur und der Einführung elektronisch gestützter medizinischer Anwendungen wie dem Notfalldatenmanagement, der Arzneimitteldokumentation und den elektronischen Fallakten.

Daneben verfügt Nordrhein-Westfalen über mehrere telemedizinische Einrichtungen. Die Teleintensivmedizin wurde hier zum Beispiel zur Anwendungsreife gebracht. Auch in der Diagnostik sind durch neue Bildgebungs- und bessere Analyseverfahren große Fortschritte erzielt worden. Digitale Technologie ist nicht mehr wegzudenken aus der ärztlichen und pflegerischen Praxis, und sie entwickelt sich stetig weiter.

Diese Fortschritte fördern wir als Landesregierung und verdanken sie nicht zuletzt unseren acht Hochschulmedizinstandorten, die Orte herausragender Forschung, hochqualifizierter Ausbildung und medizinischer Spitzenversorgung sind. Verstärkt wird die Medizinforschung in unserem Land beispielsweise durch die Fachhochschule Dortmund und die Hochschule Niederrhein sowie etliche große außeruniversitäre Forschungsinstitute.

Immer mehr Krankenhäuser verfügen inzwischen über eine einrichtungsinterne elektronische Patientenakte. Im Rahmen der aktuellen Möglichkeiten bauen Krankenhäuser schrittweise eine leistungsfähige, sichere IT-Infrastruktur auf und setzen verstärkt auf an klinischen Prozessen orientierte Informationssysteme. Eine große Rolle wird auch die sichere Vernetzung mit den niedergelassenen Ärzten sowie allen anderen Leistungserbringern in der Region sein. Der Anschluss an die Telematikinfrastruktur ist hierfür eine wesentliche Voraussetzung.

Mit der Modernisierung ihrer internen Informationssysteme werden Krankenhäuser zukünftig stärker in die Lage versetzt, Patienten digitale Services zu bieten. Dies geht von der Terminvereinbarung über Informationen zu ihrer Krankheit und zur Behandlung bis hin zu einer digitalen Dokumentation für ihre patientengeführte elektronische Akte. Die aktuell noch bestehenden Schnittstellenprobleme zwischen ambulanter und stationärer Versorgung, Rehabilitation und Pflege sollen im Sinne der Patienten konsequent abgebaut werden.

Die Landesregierung arbeitet an dem Ziel, Patientendaten durch elektronische Patientenakten auch einrichtungsübergreifend verfügbar zu machen und die Versorgung von Patienten mit Teletherapie, Telemonitoring sowie Telekonsilen zu unterstützen. Wir wollen die Digitalisierung nutzen, um zu einer besseren Kommunikation und Kooperation zwischen den Einrichtungen und niedergelassenen Ärzten unter Einbindung der Patienten zu kommen.

Ohne Akzeptanz vor allem bei denjenigen, die die neuen Technologien nutzen werden, und ohne die Vermittlung von Kompetenz wird das nicht gehen. Nordrhein-Westfalen hat daher als einziges Bundesland einen Ärztlichen Beirat für den Aufbau der Telematikinfrastruktur eingerichtet. Das Zentrum für Telematik und Telemedizin in Bochum ist als Kompetenzzentrum für moderne Informations- und Kommunikationstechnologien im Gesundheitswesen bundesweit anerkannt. Darüber hinaus koordiniert Nordrhein-Westfalen derzeit die Interessen der Länder als Vorsitzland der Bund-Länder-Arbeitsgruppe Telematik im Gesundheitswesen.

Gemeinsam mit diesen und vielen weiteren Partnern hat die Landesregierung folgende fünf Handlungsfelder definiert, auf die sie sich in den kommenden Jahren konzentriert.

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