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#Themen im Fokus: Intelligentes Energiesystem schont Klima und Umwelt

Intelligentes Energiesystem schont Klima und Umwelt

Energie gleichermaßen sicher, bezahlbar sowie klima- und umweltfreundlich bereitzustellen, ist unser wichtigstes Ziel. Die Digitalisierung hilft uns dabei – sowohl bei der Bereitstellung von Energie als auch bei deren Nutzung in privaten Haushalten und Unternehmen.

Nordrhein-Westfalen ist das Zentrum der deutschen Energieversorgung. Knapp 30 Prozent des deutschen Stroms werden in unserem Land erzeugt und auch wieder verbraucht. Denn in Nordrhein-Westfalen sind viele energieintensive Industrien sowie kleine und mittelständische Unternehmen ansässig. Mehr als 8,6 Millionen Haushalte sind auf Strom, Wärme und Mobilität angewiesen. Als deutsches Energie- und Industrieland Nummer 1 trägt Nordrhein-Westfalen auch eine besondere Verantwortung zur Erreichung der bundesweiten Klimaschutzziele.

Erneuerbare Energien werden das zukünftige, sektorübergreifende Energiesystem speisen, das zunehmend dezentral organisiert ist und auf intelligenten Netzen, flexiblen Erzeugern und Energieverbrauchern sowie effizienten Speichern basiert. Um dieses komplexe Gesamtsystem optimal zu steuern, brauchen wir eine digitale Infrastruktur. Intelligente Stromnetze – so genannte Smart Grids – ermöglichen die Steuerung und Optimierung dezentraler Anlagen in Echtzeit. Sie kombinieren verschiedene Technologien und verbinden Sektoren, indem sie dezentrale Erzeugungsanlagen, Blockheizkraftwerke, Fernwärmestrukturen, Speicher und Elektromobilität vernetzen. Nordrhein-Westfalen soll der Industriestandort mit dem modernsten und umweltfreundlichsten Energiesystem Europas werden.

Digitalisierung soll dazu beitragen, den Energieverbrauch in Industrie und Privathaushalten zu reduzieren. Mit den neuen Informations- und Kommunikationstechnologien sowie der Messtechnik können Verluste beim Energie- und Ressourceneinsatz ermittelt und optimiert werden. Die Digitalisierung leistet damit einen Beitrag zur Steigerung der Energieeffizienz und zur Minderung von Treibhausgasemissionen – wobei mögliche Reboundeffekte im Blick behalten werden müssen.

Grundlage für die Digitalisierung des Energiesystems sind effektive Steuerungsmöglichkeiten, die wiederum auf digitalen Technologien wie etwa intelligenten Messsystemen beruhen. Diese Systeme machen den Stromverbrauch für Kunden und Energieversorger direkt transparent. Die dabei generierten Daten sind zugleich Grundlage für ein automatisches Lastmanagement in intelligenten Stromnetzen. Große Kühlhäuser etwa können flexibel auf das Angebot an Erneuerbaren Energien reagieren. Ein Smart Home – ein intelligentes und vernetztes Haus – regelt Raumtemperatur, Belüftung und Beleuchtung über das Zusammenspiel von flexiblen Verbrauchern (z.B. Wärmepumpen), Erzeugern (z.B. Photovoltaik) und Speichern komfortabel, automatisiert und effizient.

Die Umsetzung der Energiewende fordert neue Lösungen in den Städten. Die Digitalisierung dient für derartige Lösungen als Schlüsselwerkzeug, denn sie ermöglicht die integrierte, effiziente Nutzung von Energieinfrastruktur und innovativen Konzepten. So werden in den Klimaschutzsiedlungen.NRW durch die intelligente Kombination von Wärmepumpen, Gebäudedämmung, Photovoltaik, Speichern und Elektromobilität alle Sektoren im Quartier gekoppelt.

► Im Rahmen der Ruhr-Konferenz wird die Landesregierung neue Ideen und Konzepte gemeinsam mit allen Akteuren identifizieren, diskutieren und vorantreiben.

Wir begreifen die Digitalisierung als große Chance für den Wirtschafts- und Energiestandort Nordrhein-Westfalen. Sie ist unverzichtbar für die Energiewende, die wir gemeinsam mit der Industrie, dem Handwerk, dem Handel, der Energiewirtschaft, den Kommunen und den Privathaushalten systematisch vorantreiben.

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