Mobilität 2030: Ideen sind keine Mangelware!

Von VM NRW am 17.09.2018

Stellen wir uns doch einmal vor, dass wir das Jahr 2030 schreiben. Kurz nach dem Aufstehen macht mir das Smartphone Vorschläge wie ich am besten zur Arbeit fahre. Es weiß, dass ich abends noch eine Verabredung habe und empfiehlt mir, mit der Bahn zu fahren. Fahrpläne sind Vergangenheit, weil das Smartphone Abfahrtszeiten liefert. Durch den Dschungel von Tarifzonen braucht sich auch niemand mehr wühlen. Abgerechnet wird digital per App. Mit dem Lastenrad, das ich geliehen habe, geht’s zum Bahnhof. Für den letzten Weg vom Zielbahnhof bis zum Zielort entscheide ich mich für Bike-, Car- oder Ride-Sharing, je nach Wetterlage und meiner jeweiligen Situation. Alle Möglichkeiten hat mir das Smartphone schon vor Fahrtantritt angezeigt. Auf das Leihfahrrad an der Mobilstation verzichte ich an diesem Morgen, weil ich noch Tablet und Unterlagen im Gepäck habe. Ich entscheide mich für Ride-Sharing. Das Gute ist: Ich teile es mir mit drei anderen Fahrgästen, die in die gleiche Richtung unterwegs sind. Das geht alles prima einfach, weil die gesamte Strecke digital buchbar und bezahlbar ist.

In einigen Jahren werden die Zeiten, in denen zwei Autos vor der Tür stehen, weitestgehend vorbei sein. Schon heute hat gerade bei jungen Leuten das Auto längst nicht mehr den Stellenwert wie noch vor 20 Jahren. Junge Erwachsene, die in der Stadt wohnen, besitzen immer seltener ein Auto. Die Mobilität der Zukunft wird individueller auf die Bedürfnisse des Einzelnen zugeschnitten sein. Wer von A nach B fährt wird das Verkehrsmittel auswählen, von dem er sich den besten Nutzen verspricht. Und: Zukünftige Mobilität muss unkompliziert sein.

Die Digitalisierung und Vernetzung eröffnen dabei unzählige Möglichkeiten. Sie ermöglichen neue Mobilitätskonzepte mit intelligenten Angeboten. Heute stehen die Verkehrsträger gleichberechtigt nebeneinander. Wichtig ist es, die verschiedenen Fortbewegungsmittel optimal miteinander zu verknüpfen. Neue Mobilitätsoptionen müssen sinnvoll integriert werden. Massen bewegen, aber dem Einzelnen individuelle Wege eröffnen.

Digitalisierung hat das Potenzial, dass Mobilität einfach funktioniert und Menschen zwischen verschiedenen Verkehrsmitteln unkompliziert wechseln können. Davon profitiert genauso die Wirtschaft bei der Auslieferung von Gütern und Produkten. Ob Güterverkehr oder Individualverkehr – im Zentrum stehen immer die Nutzer, die aus einer Vielfalt von Angeboten wählen können.

Aber welche Angebote und Dienste sind gefragt? Was erwarten die Menschen von neuen Mobilitätskonzepten? Was versprechen sie sich von der Automatisierung? Diese und andere Fragen wollen wir mit Ihnen diskutieren. Dazu laden wir Sie herzlich ein.

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