Intelligentes Energiesystem: echter Mehrwert oder nur Nice-to-Have?

Ohne Digitalisierung keine Energiewende.

Von MWIDE NRW am 01.10.2018

Ohne Digitalisierung keine Energiewende. An diesem Credo führt kein Weg vorbei. Millionen von dezentralen Photovoltaik-Anlagen sind bereits heute in Deutschland installiert und mit Batteriespeichern, Wärmepumpen und Elektroautos drängen weitere Energieanlagen in millionenfacher Anzahl ins Energiesystem. Um die Potenziale und Infrastrukturen optimal und möglichst effizient nutzen zu können, müssen all diese Anlagen möglichst echtzeitnah zu steuern und optimierbar sein. Dazu bedarf es einer digitalen Infrastruktur: dies können Sensoren für ein Live-Monitoring sein oder Kommunikationsmittel, um Anlagen fernsteuerbar zu machen.

Hieraus kann ein echter Mehrwert für unsere Gesellschaft entstehen. Warum stellen Sie Ihre Photovoltaik-Anlage und den dazugehörigen Batteriespeicher nicht Ihrem lokalen Verteilnetzbetreiber zur Verfügung, damit dieser damit die Netze stabilisiert und Ihnen den Service vergütet? Wenn Ihr Elektroauto, das gerade aufgeladen wird, Zugriff auf Ihren Terminkalender hat und daher erkennt, dass Sie heute etwas länger arbeiten müssen, könnte es doch den Ladevorgang batterieschonender durchführen und damit die Lebenszeit Ihrer Batterie erhöhen? Wenn Ihre Wärmepumpe und Ihr Heizungssystem mit dem GPS-Sender Ihres Handys verbunden sind und daher 20 Minuten bevor Sie zu Hause ankommen schon die Heizung aufdrehen kann, wäre das eher Nice-to-Have oder doch ein echter Mehrwert?

In der zukünftigen Vernetzung und Digitalisierung unseres Energiesystems stecken viele Potenziale. Manches mag aktuell noch eher in die Kategorie Nice-to-Have passen, anderes kann zukünftig aber einen Mehrwert generieren. Wir laden Sie ein, diese und andere Fragen bei der Online-Beteiligung zur Digitalstrategie.NRW zu diskutieren.

Zur Kommentierung des Themas Energie und Klima

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