Digitale Chancen Künstlicher Intelligenz – Dialogveranstaltung mit Digitalminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart

Künstliche Intelligenz verändert die Welt – und aus Sicht des nordrhein-westfälischen Digitalministers Prof. Dr. Andreas Pinkwart kann die Haltung hierzu allein Zuversicht und Entschlossenheit sein.

Von MWIDE am 04.09.2019

Künstliche Intelligenz verändert die Welt – und aus Sicht des nordrhein-westfälischen Digitalministers Prof. Dr. Andreas Pinkwart kann die Haltung hierzu allein Zuversicht und Entschlossenheit sein. Das machte der Minister auf einer Dialogveranstaltung am 23. August 2019 in Bonn deutlich, mit der der Startschuss für die Öffentlichkeitsbeteiligung zur Fortschreibung der Digitalstrategie des Landes erfolgte.

Die Frage, ob Künstliche Intelligenz eingesetzt werde, stelle sich nicht mehr, machte der Minister in seiner Rede deutlich. Es gehe stattdessen darum, wie sie Anwendung finde. „Wir müssen uns mit den Chancen und Begrenzungen verantwortungsvoll auseinandersetzen,“ so Pinkwart. Und weiter: „Es muss darum gehen, die Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass sie dem Wohl der Menschen dient. Wer über den Einsatz bestimmen will, muss die Technologie beherrschen. Daher entwickeln wir Nordrhein-Westfalen zu einem bundesweit führenden und international vernetzten Standort der angewandten Künstlichen Intelligenz.“

Ein erster wichtiger Schritt in diese Richtung ist mit der Gründung der Kompetenzplattform „KI.NRW“ unter Leitung des Fraunhofer Instituts für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS bereits erfolgt. Die Plattform soll Wissen bündeln, ausbauen und in enger Kooperation mit der Wirtschaft Anwendungen erproben. Gearbeitet wird auch an einem Prüfkatalog, mit dem konkrete Qualitäts- und Sicherheitsstandards etabliert werden, um den Einsatz sachgerecht beurteilen zu können.

Die Technologie ist eines der großen Zukunftsthemen und wirft neben technischen und ökonomischen auch erhebliche ethische Fragen auf, etwa zum künftigen Verhältnis von Mensch und Maschine. Daher macht die Landesregierung das Thema zum Gegenstand eines aktiven gesellschaftlichen Diskurses. Dies, so unterstrich Minister Pinkwart, sei auch Ausdruck eines neuen Politikansatzes: „Jede neue Idee und jede Anregung und Kritik sind willkommen. Wir wollen die Digitalstrategie.NRW auch künftig gemeinsam mit den Bürgern im Land weiterentwickeln und den Weg einer neuen, partizipativen Digitalpolitik in Nordrhein-Westfalen weitergehen.“

Die große Resonanz auf die Veranstaltung zeigte, dass das Thema auf breites Interesse stößt. Denn so faszinierend die Möglichkeiten der Künstlichen Intelligenz sind, so komplex sind auch die technischen, rechtlichen und ethischen Fragen, die mit ihrem Einsatz einhergehen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Dialogveranstaltung konnten sich an verschiedenen thematischen Stationen im Austausch mit Fachexperten in den Prozess der Fortschreibung der Digitalstrategie.NRW einbringen. Fragen der Ethik sprach Prof. Dr. Markus Gabriel von der Universität Bonn an, die Einordnung in das Recht übernahm Prof. Dr. Dr. Frauke Rostalski von der Universität zu Köln. Einen politikwissenschaftlichen Blick auf das Themenfeld warf Prof. Dr. Christoph Bieber vom Forschungskolleg „Center for Advanced Internet Studies (CAIS)“ und Sicherheitsaspekten widmete sich Prof. Dr. Armin B. Cremers vom „International Center for Information Technology (b-it)“. Bis zum Jahresende folgen weitere Veranstaltungen und Beteiligungsphasen zu den Themen Bildung und Demografischer Wandel.

Hier geht es direkt zur Beteiligung.

Weitere Informationen finden Sie unter www.digitalstrategie.nrw.

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