Monitoringbeitrag Digitalstrategie.NRW: Weiterentwicklung des Gewerbe-Service-Portals.NRW

Von MWIDE am 19.02.2020

Das Gewerbe-Service-Portal.NRW (www.gewerbe.nrw) ermöglicht Gründerinnen und Gründern sowie Unternehmerinnen und Unternehmern, ihre Gewerbeanzeige elektronisch an die Ordnungsbehörden zu versenden. Dieses Portal wird zu einer Dienstleistungsplattform weiterentwickelt, damit die Wirtschaft mehr Verwaltungsvorgänge digital abwickeln kann.

(Strategie für das digitale Nordrhein-Westfalen 2019 - Teilhabe ermöglichen – Chancen eröffnen, S. 43) 

Das Gewerbe-Service-Portal.NRW – kurz GSP.NRW – hat sich gemausert: aus GSP.NRW wird WSP.NRW, das Wirtschafts-Service-Portal für Nordrhein-Westfalen. Was am 1. Juli 2018 als Portal für elektronisch medienbruchfreie Gewerbeanmeldungen, -ummeldungen und –abmeldungen begann, entwickelt sich zur Plattform, über die künftig eine Vielzahl wirtschaftsbezogener Verwaltungsleistungen länderübergreifend digital abgewickelt werden sollen. Dies hat das Kabinett am 11. Februar 2020 beschlossen. Mit dem Gewerbe-Service-Portal.NRW ist somit ein Leuchtturm in Nordrhein-Westfalen geschaffen, der im laufenden Jahr zum Wirtschafts-Service-Portal.NRW als zentrale Dienstleistungsplattform für die Wirtschaft in Nordrhein-Westfalen ausgebaut wird. 

Über das geplante Serviceportal.NRW im länderübergreifenden OZG-Portalverbund übernimmt das Wirtschafts-Service-Portal.NRW die Rolle des zentralen digitalen Zugangstors für die Wirtschaft in Nordrhein-Westfalen. Alle wirtschaftsbezogenen Verwaltungsleistungen müssen mit drei Klicks angesteuert werden können, auch wenn sie in anderen Landesportalen, wie beispielsweise dem Bauportal, digitalisiert werden. Im Sinne des Once-Only-Prinzips sollen alle Daten in digitalen Antragsformularen durch den Nutzer nur einmal eingegeben werden müssen. Nachweise sollen durch das Portal zentral angefordert und für verschiedene Verwaltungsleistungen zur Verfügung gestellt werden können.

Das Portal ist in der Lage, vollständig medienbruchfrei zu arbeiten, Verwaltungsentscheidungen werden elektronisch zum Abruf bereitstehen. Verwaltungsgebühren können online über das Portal bezahlt werden. Die Nutzerführung im Portal entspricht modernsten Anforderungen, denn Verwaltungsportale sollten in Sachen Nutzerfreundlichkeit Portalen der Wirtschaft in nichts nachstehen. Dabei wird bundesweit erstmalig KI zur Unterstützung von Verwaltungsprozessen eingesetzt.

Bereits im Sommer 2020 soll das Dienstleistungsangebot für die Wirtschaft im Portal deutlich erweitert werden: beispielsweise sollen die Eintragung in die Handwerksrolle, die Erlaubnis für Versicherungsvermittler sowie weitere bereits bestehende Onlinedienste, wie die Beantragung der Betriebsnummer bei der Bundesanstalt für Arbeit oder der Fragebogen für die steuerliche Erfassung bei Existenzgründungen im Portal integriert werden. Noch in 2020, aber auch in den Folgejahren werden weitere Dienstleistungsangebote im Portal folgen.

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