Monitoringbeitrag Digitalstrategie.NRW - OERContent.nrw: Land fördert 18 Konzepte für digitale Lehr- und Lernformate an Hochschulen mit mehr als zehn Millionen Euro

Von MWIDE am 03.06.2020

Das Portal wird bis Ende 2020 digitale Angebote wie den „Studiport“ integrieren und auf den gesamten Student-Life-Cycle ausweiten.

Hierbei wird das Land einen besonderen Fokus auf die Förderung offener Bildungsmaterialien, sogenannte „Open Educational Resources“ (OER) setzen.

(Strategie für das digitale Nordrhein-Westfalen 2019 - Teilhabe ermöglichen – Chancen eröffnen, S. 27)

 

Nordrhein-Westfalen nutzt die Corona-Pandemie und macht aus der Not Tugenden: So haben Hochschulen in Nordrhein-Westfalen in der Corona-Krise in kürzester Zeit ein Online-Sommersemester mit einem umfassenden digitalen Lehrangebot auf die Beine gestellt.

Um die Hochschulen dabei zu unterstützen, fördert das Ministerium für Kultur und Wissenschaft gemeinsam mit der Digitalen Hochschule NRW (DH.NRW) in der Förderlinie „OERContent.nrw“ (Open Education Ressources) 18 Konzepte für digitale Lehr- und Lernformate mit insgesamt 10,5 Millionen Euro. Die ausgewählten Anträge, bei denen mindestens drei Hochschulen an E-Learning-Formaten zusammenarbeiten, erhalten bis zu 1,5 Millionen Euro. E-Learning-Formate können zum Beispiel Online-Kurse, Lern-Videos oder virtuelle Labore sein. Die Konzepte können ab sofort umgesetzt werden, damit die Lehr- und Lerninhalte zeitnah in das neue Online-Landesportal ORCA.nrw (Open Ressources Campus NRW) eingestellt werden können und damit allen Studierenden und Lehrenden in Nordrhein-Westfalen zur Verfügung stehen.

Bild eines Mannes, der vor einem Computer sitzt

„Die Förderlinie OERContent.nrw setzt einen wichtigen Impuls für die hochschulübergreifende Zusammenarbeit bei E-Learning-Angeboten. In der Corona-Pandemie sind digitale Lehrformate und frei zugängliche Lerninhalte im Netz wichtiger denn je. Daher haben wir als Landesregierung entschieden, die Fördersumme für die Förderlinie von fünf auf nunmehr 10,5 Millionen Euro mehr als zu verdoppeln. Dadurch können jetzt alle förderungswürdigen Konzepte zügig umgesetzt werden“, sagt Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen.

Ein ausgewähltes Konzept ist beispielsweise das Projekt „Digital HISTO NRW“ (Digitale Histologie in der Hochschulmedizin, Bio- und Gesundheitswissenschaften in Nordrhein-Westfalen). Hier haben sich die medizinischen Fakultäten der Universitäten Aachen, Bochum, Bonn, Düsseldorf, Essen und Münster sowie die Hochschule für Gesundheit in Bochum mit dem Ziel zusammengefunden, die Lehre durch interaktiv gestaltete Digitalisierungsprojekte und Tutorials für Studierende im Fach Anatomie zu verbessern. Die Universität Wuppertal, die Hochschule für Musik und Tanz in Köln sowie die Universität Köln etwa haben ein Konsortium gebildet, um die Entwicklung und Erprobung von Angeboten im Bereich der offenen Bildungsressourcen in den Fächern Tonsatz/Musiktheorie und Gehörbildung voranzutreiben.

OERContent.nrw ist die größte bundesweite Förderlinie für offene Bildungsressourcen. Durch die Förderlinie soll der Nutzen von frei zugänglichen Lehr- und Lernangeboten für Lehrende und Studierende erkennbar und erfahrbar werden.

Im Rahmen der Digitalisierungsoffensive der Landesregierung stellt das Ministerium für Kultur und Wissenschaft den Hochschulen über die Digitale Hochschule NRW bis 2021 jährlich zusätzlich 50 Millionen Euro und danach bis auf Weiteres jeweils 35 Millionen Euro zur Verfügung.

Weitere Informationen zu den neuen Förderlinien und allen Programmen der Digitalisierungsoffensive finden Sie hier

 

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