Monitoringbeitrag Digitalstrategie.NRW: Neue Software macht intelligente Verkehrssteuerung noch effektiver – Automatische Netzbeeinflussungsanlage in Betrieb genommen

Von MWIDE NRW am 25.06.2020

Dynamische Wegweiser mit integrierter Stauinformation (dWiSta-Tafeln) wird es an allen wichtigen Autobahnkreuzen geben. Aktuell sind 85 Anlagen in Betrieb.

Bis 2021 sollen mehr als 40 neue dWiSta-Tafeln in Nordrhein-Westfalen errichtet werden, um den Verkehrsfluss weiter zu verbessern.

(Strategie für das digitale Nordrhein-Westfalen 2019 - Teilhabe ermöglichen – Chancen eröffnen, S. 30)

Digitale Verkehrs-Informationstafeln – so genannte „dynamische Wegweiser mit integrierten Stauinformationen“, kurz dWiSta – stehen inzwischen an 120 Autobahnkreuzen im nordrhein-westfälischen Autobahnnetz. Sie informieren die Autofahrer über Staus und Sperrungen und zeigen, wenn möglich, eine Umleitungsempfehlung an. Gesteuert werden sie von der Straßen.NRW-Verkehrszentrale in Leverkusen. Seit Anfang Juni setzt die Verkehrszentrale eine neue Software ein, mit der die Informationstafeln automatisch geschaltet werden. NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst, Gernot Deußen, Ministerialrat im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, und Straßen.NRW-Direktor Dr. Sascha Kaiser haben das neue System am Dienstag (2.6.) in der Verkehrszentrale in Leverkusen in Betrieb genommen.

„Angesichts der hohen Belastung im nordrhein-westfälischen Autobahnnetz kommt der intelligenten Verkehrssteuerung eine immer höhere Bedeutung zu“, sagte Nordrhein-Westfalens Verkehrsminister Hendrik Wüst zum Start der neuen Automatischen Netzbeeinflussungsanlage (NBA). „Die neue Software verbessert die Qualität der Verkehrssteuerung und sie versorgt die Verkehrsteilnehmer mit zusätzlichen Informationen“, so Wüst.

Mit der neuen Software für die automatische Schaltung der dWiSta-Tafeln lassen sich die aktuellen Verkehrsinformationen und Routenempfehlungen schneller verarbeiten. Das System erkennt Störungen auf Basis von Floating Car Data (FCD), die von externen Datenlieferanten bezogen werden. Bei FCD handelt es sich um Informationen aus Fahrzeugen, deren Auswertung einen Überblick über das aktuelle Verkehrsgeschehen in allen Abschnitten des nordrhein-westfälischen Autobahnnetzes generiert. Tritt eine Störung auf, reagiert die neue Netzbeeinflussungsanlage automatisch auf allen betroffenen Streckenabschnitten. Im ersten Schritt werden mit der neuen Software die Informationstafeln an den Autobahnkreuzen Breitscheid, Kaiserberg und Oberhausen-West gesteuert. Alle anderen Tafeln folgen nach und nach in den nächsten Monaten.

Dynamische Informationstafeln kommen auf den Autobahnen Nordrhein-Westfalens seit der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 zum Einsatz. Inzwischen ist der Bestand auf 120 Tafeln angewachsen. 2020 steht die Inbetriebnahme weiterer acht Tafeln an, bis Ende 2023 sollen noch 25 der modernen Informationssysteme hinzukommen, für die pro Standort derzeit im Mittel etwa 530.000 Euro investiert werden. 22 Millionen Euro hat der Bund insgesamt seit 2017 in den Aufbau weiterer Tafeln, die Datenerhebung und die Entwicklung der Software investiert. 2,3 Millionen Euro davon stammen aus einem Fördertopf der Europäischen Union.

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