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Zwei Perspektiven, eine Vision für NRW

Das war eine weitere Folge des Formats "Zwei Perspektiven, eine Vision für NRW" im Rahmen unserer digitalen Live-Events in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales. Mit Dr. Victoria Schnier (Gesellschaft für innovative Beschäftigungsförderung mbH) und Romy Stühmeier (Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit e.V. kompetenzz) am Institut der FH Bielefeld diskutierten wir, wie Künstliche Intelligenz bei Gender- und Chancengleichheit unterstützen kann und welche Möglichkeiten sich dadurch in der Arbeitswelt und den KMU ergeben.
Sie möchten mehr über das Thema erfahren? Das Arbeitspapier „Digitalisierungsprozesse geschlechtergerecht gestalten!“ können Sie hier kostenlos herunterladen.
Alle Informationen im Kurzfilm „Digitalisierungsprozesse geschlechtergerecht gestalten!“ finden Sie hier online.

Eine Handlungsempfehlung zum Thema „Gender in algorithmischen Systemen“ und was Unternehmen tun können, um mehr Frauen für die IT zu gewinnen, können Sie hier kostenlos herunterladen.

Vielen Dank für Ihre Beteiligung! Die von Ihnen eingebrachten Ideen und Anregungen fließen in die Fortschreibung der Digitalstrategie.NRW ein.
Sollten Sie die Veranstaltung verpasst haben, können Sie sie hier noch einmal nachsehen.

In unserer Veranstaltungsreihe "Zwei Perspektiven, eine Vision für NRW" sprachen wir darüber, wie Künstliche Intelligenz in der Arbeitswelt unterstützend wirken kann. Frau Dr. Schnier und Frau Stühmeier beginnen das Gespräch mit ihrem persönlichen Bezug zu Künstlicher Intelligenz und leiten zu ihren Aufgabengebieten über. Dr. Schnier befasst sich mit Geschlechtergerechtigkeit in der Digitalisierung und dem Themenkomplex Teilhabe. Die Landesberatungsgesellschaft G.I.B. unterstützt das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales in NRW bei der Umsetzung und Gestaltung arbeitsmarktpolitischer Programme. Dazu gehört die Beratung der Träger und regionalen Arbeitsmarktakteure sowie die Rückkoppelung der dortigen Erfahrungen an das Ministerium: Wie können Förderprogramme weiter entwickelt werden? An welchen Stellschrauben kann gedreht werden? Frau Stühmeiers Arbeitsfeld untersucht Diskriminierungsfreiheit und Diversity im Kontext der Digitalisierung und im Speziellen beim Einsatz der KI. Als Deutschlands größtes Netzwerk zu den Themen Technik, Diversity und Chancengleichheit fördert das kompetenzz bundesweit die Chancengleichheit von Frauen und Männern. Mit wirksamen Projekten wie dem Girls’Day und dem Boys’Day oder der Initiative Klischeefrei wird Chancengleichheit und Diversität umgesetzt. Beratend und aktiv über vielfältige Maßnahmen wirkt das Kompetenzzentrum bei der Zielgruppe junger Menschen sowie bei den Aktiven in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

Zunächst zeigen beide Gesprächspartnerinnen Möglichkeiten und Anwendungen auf, wie Künstliche Intelligenz in verschiedenen Bereichen zu mehr Gleichberechtigung und Diversität in der Gesellschaft und der Arbeitswelt beitragen kann. Regulierungen und Vorarbeiten sind nötig, um die Technologie gezielt als Unterstützungsinstrument einzusetzen. Dabei formuliert Frau Stühmeier die allgemeine Definition von Künstlicher Intelligenz und ordnet den aktuellen Einsatz dieser in ein Spektrum ein, welches perspektivisch kognitive Aufgaben erledigt und Menschen bereichern kann. Frau Dr. Schnier geht auf die ethischen, gesellschafts-, sozial- und arbeitspolitischen Strukturen ein, die durch die Künstliche Intelligenz verbessert werden können. „Leichter, kürzer, vielfältiger, gerechter und vereinbarer“ könne die Arbeitswelt der Zukunft werden, betont Dr. Schnier, wenn KI menschenzentriert eingesetzt und entwickelt werde.

Des Weiteren besprechen die Gäste den Zusammenhang von Diskriminierung und Digitalisierung im Arbeitsalltag. Diesen Herausforderungen gilt es sich zu stellen, Handlungsempfehlungen zu verfassen und einen rechtlichen Rahmen zu setzen, um den Software-Einsatz diskriminierungsfreier und ohne Risiken zu gestalten. Die Vision, die beispielsweise KI.NRW in den Bemühungen für eine ethische Künstliche Intelligenz anstrebt, ist ein wichtiger Schlüsselfaktor, der die enge Verzahnung zwischen Wissenschaft und Entwicklung, vor allem aber auch deren Verzahnung mit der Wirtschaft bzw. den Unternehmen vorantreibt. Es sei wichtig die unterschiedlichen Beschäftigtengruppen und die Interessenvertretungen mit ihren vielfältigen Perspektiven von vornhinein mit aufzunehmen, um eine diversitäts- und diskriminierungssensible Technikabschätzung vornehmen zu können, stellt Frau Dr. Schnier fest. Damit können viele Branchen, wie beispielsweise der medizinische Bereich, die Pflege, die Intralogistik oder die öffentliche Verwaltung, von Anwendungen der Künstlichen Intelligenz profitieren. „Es wird uns in allen Branchen treffen, wenn wir sie sinnstiftend in allen Arbeitsbereichen einsetzen“, so Frau Stühmeier. Bei der Entwicklung von KI-Anwendungen und Softwares sollten vielfältige Entwicklungsteams beteiligt sein. Das Arbeitspapier der G.I.B. „Digitalisierungsprozesse geschlechtergerecht gestalten!” gibt Empfehlungen und erläutert konkrete Umsetzungsschritte zu den einzelnen Themenschwerpunkten: Mitbestimmungsmöglichkeiten beim Einsatz Künstlicher Intelligenz in Unternehmen, Auswirkungen auf Kompetenzen, Tätigkeitsbewertungen und Entgeltstrukturen im Betrieb und Unternehmen.

Die Handlungsempfehlungen von kompetenzz „Gender in algorithmischen Systemen“ und „Frauen in der IT: Wie wir Talente entdecken, fördern und halten“ gehen auf die jeweils aktuelle Situation ein und zeigen auf, was Unternehmen konkret tun sollten.

Die Vision beider Gäste ist, zusätzlich zu den bereits bestehenden oder im Aufbau befindender bundesweiter oder in den Ländern verorteter Anlaufstellen für Unternehmen, eine Aufklärungsstelle für Bürgerinnen und Bürger auf kommunaler Ebene zu schaffen. Dies sollte zu neuen Technologien, wie der Künstlichen Intelligenz informieren und unterstützende Medienkompetenz-Schulungen anbieten, um die Bürgerinnen und Bürger fit für die sich maßgeblich verändernde Gesellschaft zu machen. Außerdem sehen sie es als unbedingt wünschenswert, Medien- und Digitalkompetenz ab dem Kitaalter zu etablieren, in der ein kreativer Zugang sowie ein reflexiver und technischer Umgang mit neuen Technologien unterrichtet wird.

Die Beiträge der Zuschauerinnen und Zuschauer gehen in das Gespräch zwischen der Moderatorin Ina Enseroth und den beiden Interviewpartnerinnen ein. 

Vielen Dank für Ihre Teilnahme an unserem Live-Event „Zwei Perspektiven, eine Vision für NRW“! Alle Beiträge aus dem Live-Event werden ausgewertet und gehen in die Weiterentwicklung der Digitalstrategie.NRW ein. Schauen Sie sich hier die Aufnahme des Live-Events an und lesen Sie unten die wichtigsten Ergebnisse.

 

Das Event im Re-Live

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Das Auftaktevent in Zahlen

Insgesamt beteiligten sich 16 Personen aktiv im Interaktionstool Slido. Die Zuschauenden brachten Beiträge, Anregungen und Fragen ein. An den Fragen und Umfragen während des Live-Events wurden 23 Interaktionen und Beiträge gemessen.

Die Rückmeldungen der Zuschauenden

Zu Beginn der Sendung wurden die Zuschauerinnen und Zuschauer gefragt, was ihre Ideen für eine gerechtere Arbeitswelt mithilfe der Digitalisierung sind. Die meisten Ideen und Anregungen wurden zu sozialen und bildungspolitischen Aspekten genannt (fünf Nennungen). An zweiter Stelle wurden Ideen zum Arbeitsalltag verzeichnet (zwei Nennungen) und an dritter Stelle eine Nennung zum Bewerbungsverfahren wiedergegeben.

Bei der zweiten interaktiven Frage „Wo nutzen Sie Künstliche Intelligenz?“ gaben Zuschauerinnen und Zuschauer an, dass sie diese vor allem bei der Gesichtserkennung nutzen (drei Nennungen). Spracherkennung, Navigation, (Übersetzungs)-Apps und die Google-Suche sind ebenfalls genannt worden (jeweils eine Nennung).

Die dritte interaktive Frage, bei der Mehrfachauswahl möglich war, beleuchtet, aus welcher Perspektive die Zuschaurinnen und Zuschauer auf die KI blicken. Die Ergebnisse fielen folgendermaßen aus:

64% Anwendungen im Alltag
29% Anwendungen im Unternehmen
21% Sonstiges
14% Vermittlung von KI-Kompetenz
14% Technische Entwicklung

 

Die Beiträge der Zuschauenden

Insgesamt wurden vier Fragen der Zuschauerinnen und Zuschauer von Frau Enseroth aufgegriffen. Sehen Sie sich ihre Antworten direkt im Livestream an:

  • „Kann KI Ihrer Meinung was gegen die Gender Pay Gap tun?“ (Ab Minute 19:10)
  • „Wo steht Deutschland im internationalen Vergleich im Hinblick auf Diskriminierung und KI? “ (Ab Minute 34:50)
  • „Welche Branchen werden Ihrer Meinung nach in den nächsten Jahren durch KI vor allem revolutioniert werden?“ (Ab Minute 45:30)
  • „Wie kann man KI in einem Unternehmen implementieren und wo ist es am einfachsten damit zu beginnen?“ (Ab Minute 01:01:30)