Bildung – wie sieht Bildung im digitalen Zeitalter aus?

Die Digitalisierung bringt Veränderung, die in allen gesellschaftlichen Lebensbereichen spürbar ist. Digitale Medien und innovative Technologien ermöglichen neue Wege der Kommunikation und Kooperation.

Von MWIDE am 17.09.2019

Besonderer Fokus auf duale Berufsausbildung und Lernortkooperation

Die Landesregierung hat das Thema Bildung zu einem Schwerpunktthema des diesjährigen Dialogs zur Digitalstrategie.NRW gemacht. Ein besonderer Fokus liegt hierbei auf der dualen Berufsausbildung und der Lernortkooperation, denn qualifizierte Facharbeit bleibt auch in einer digitalen Welt eine Voraussetzung für die Herstellung technologisch und qualitativ hochwertiger Produkte und Dienstleistungen und damit ein wichtiger Wettbewerbsvorteil der nordrhein-westfälischen Wirtschaft. In der Digitalstrategie.NRW verschreibt sich die Landesregierung dem Ziel, die duale Berufsausbildung auf den modernsten Stand zu bringen. Eine Lernortausstattung, die angehende Fachkräfte optimal auf die Anforderungen einer digitalisierten Arbeitswelt vorbereitet, ist dabei zentral. Stimmen sich Berufsschulen bzw. überbetriebliche Bildungsstätten (ÜBS) und Betriebe beim Ausbau der Infrastruktur ab, entstehen viele Potentiale: eine optimale Verzahnung von Theorie und Praxis und Synergien in der Nutzung und Pflege der Infrastruktur.

Branchenfokus: Informatik, Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik sowie Steuerberatung

Im Austausch mit Vertreterinnen und Vertretern der Branchen Informatik, Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik sowie Steuerberatung steht sowohl online (Link zu „Beteiligen“ einfügen) als auch  bei einer Veranstaltung vor Ort die Frage nach der zukünftigen Gestaltung von dualer Berufsausbildung im Mittelpunkt. Auf der Veranstaltung „Digitalisierung und duale Berufsausbildung: Lernorte vernetzen, Kooperation gestalten“ am 26. September in Datteln, sollen neben den Einblicken in die drei Branchen konkrete Bedarfe und Ideen von den Teilnehmenden in Workshops identifiziert und erarbeitet werden, um die Lernortvernetzung und Gestaltung der Kooperation zu vertiefen.

Online und vor Ort sollen Anregungen für die perspektivische Fortschreibung und Weiterentwicklung der Digitalstrategie aufgenommen werden. Verschiedene Disziplinen und Zugänge eröffnen dabei unterschiedliche Perspektiven auf das Thema duale Berufsausbildung und Lernortkooperation. Die Vortragenden der Veranstaltung am 26. September geben erste Einblicke:

Wie kann es gehen? Eine Gelingensgeschichte aus Ostwestfalen-Lippe

Markus Rempe ist Vorstandsvorsitzender der 2008 gegründeten Bildungsgenossenschaft Lippe Bildung eG, die das Ziel verfolgt, die Zusammenarbeit der an Bildung beteiligten Akteure auszubauen und eine regionale Bildungsförderungsstruktur aufzubauen. Dazu unterstützt sie vorhandene Angebote, bildet neue Netzwerke und entwickelt gemeinsam getragene neue Angebote. In einem Kurzvortrag stellt Herr Rempe das Projekt „InnovationSPIN“, einen gemeinsamen Campus der TH OWL, der Alten Hansestadt Lemgo, der Kreishandwerkerschaft Paderborn-Lippe und des Kreis Lippe, als Träger des Berufskollegs auf dem Innovation Campus Lemgo vor.

„Mit dem InnovationSPIN entwickelt sich in Lemgo ein räumliches wie inhaltliches Innovationsökosystem, das Motor für regionales Wachstum durch digitale Transformation ist. Die berufliche Bildung vernetzt sich dabei in verschiedenen Innovationslaboren mit den Bereichen Wissenschaft und Forschung sowie Handwerk und Wirtschaft.  Über bestehende Schranken hinweg erschließen sich so neue Potenziale für das Lehren und Lernen der Zukunft in den Themenfeldern Mobilität, Gesundheit, Handwerk und Digitalisierung.“

Einblicke in die Perspektive aus der Branche Steuerberatung

Hans-Georg Friemel gibt Einblicke in die Branche der Steuerberatung. Seine umfangreiche Tätigkeit im Rahmen von Existenzgründung, Unternehmensnachfolge und Krisenberatung führten zur Listung als Berater bei der KfW und dem Beratungsprogramm Wirtschaft NRW (BPW). Der akkreditierte Berater für Gründercoaching, Steuerberater und Kanzleiinhaber erklärt:

 „Steuerberater sind aufgrund ihrer Berufsordnung zur ständigen Fortbildung verpflichtet. Die Fortbildungen erfolgen durch Präsenzseminare, Vorort-Schulungen und immer häufiger durch Online-Schulungen via Video, Hörbüchern, Plattformen, TeleTax und digitalen Programmen. In der Steuerberatung gibt es einige Anbieter für digitale Fortbildungen. Neben den Steuerberaterverbänden und dem Rechenzentrum DATEV gibt es noch weitere Anbieter auf dem Markt.“

Der Gladbecker Steuerberater betont die räumliche Unabhängigkeit, die eine digital durchgeführte Fortbildung mit sich bringt. Abhängig sei man lediglich von einer ausreichenden Bandbreite an Internet.

„Berufsschulen forcieren auch die digitale Entwicklung, dazu müssen entsprechende elektronische Systeme und Unterlagen sowie Endgeräte zur Verfügung gestellt werden“, wobei die Endgeräte bei den Schülerinnen und Schülern bereits oft vorhanden seien.

Online-Beteiligung ab dem 12.09. zum Thema Bildung – Machen Sie mit!

Welchen Beitrag kann die Digitalisierung zur Verbesserung von beruflicher Bildung in NRW Ihrer Meinung nach leisten? Über die Online-Beteiligung können Sie sich einbringen und Ihre Ideen, Vorstellungen und konkreten Vorschläge gerne mit uns teilen. Bis zum 10. Oktober 2019 sind Sie herzlich eingeladen, sich bei der Fortschreibung der Digitalstrategie.NRW zum Thema Bildung aktiv zu beteiligen. Wir freuen uns auf Ihre Ideen! Zur Beteiligung

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