Freie/Open-Source-Software – Voraussetzung für demokratiekonforme Open-Government-Lösungen / Offene IT-Architektur als Basis für Open-Government

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Erstellt von Christian Nähle am 07.10.2018 um 12:21 Uhr
Digitale.Verwaltung übergreifendes Thema/Sonstiges

Open Government – die offene Staatskunst – also das offene Regierungs- und Verwaltungshandeln, erfordert eine Unabhängigkeit. Denn ich darf nur öffnen, über das ich auch rechtlich verfüge. Wie steht es derzeit um die Software unserer Institutionen auf dem Weg zu Open Government? Verfügen wir als Gesellschaft über die öffentlich eingesetzte Software?

Die Verwaltungssoftware ist i.d.R. herstellereigen und somit herstellerabhängig. Entsprechend geht es bei Open-Source-Software zunächst nicht um die Fortentwicklung der Demokratie, sondern um die Rückholung demokratischer Entscheidungsstrukturen aus dem Diktat der Hersteller in das Primat der Politik. Wir brauchen herstellerunabhängige Software, um eine öffentlich-rechtliche Gewährleistungsverantwortung für Open Government übernehmen zu können.

Zusätzliche Beschreibung

Siehe zu diesem Thema und zur Definition Freier/Open-Source-Software auch

- Handreichung zu Anforderungen für E-Partizipationssoftware des IT-Planungsrates "Referenzarchitektur für E-Partizipationssoftware", S. 78, 04/2018

- "Stadt Dortmund untersucht Potenziale einer Freien-Software-Strategie", http://blog.do-foss.de/beitrag/stadt-dortmund-untersucht-potenziale-einer-freien-software-strategie/, 10.04.2018

- "Die staatliche Gewährleistungsverantwortung für offene Standards", Dr. Felix Greve, 2015